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Webdesign · 16 Minuten Lesezeit

Website mieten: 6 Fallen und was Kaufen wirklich kostet

Das Website Abo für 149 Euro im Monat statt 5.000 Euro auf einen Schlag. Klingt vernünftig, bis Du kündigen willst. Hier steht, was beide Modelle über fünf Jahre wirklich kosten und was Dir danach überhaupt noch gehört.

Leon Buchner
Autor 04. September 2026
Website mieten: 6 Fallen und was Kaufen wirklich kostet

01Website mieten oder kaufen: Kosten, Verträge und Eigentum

Eine Website zu mieten kostet bei Agenturen typischerweise 69 bis 199 Euro im Monat plus 149 bis 299 Euro Einrichtung. Ein gekauftes Projekt startet bei etwa 3.000 Euro einmalig. Je nach Aufwand und Umfang natürlich auch mehr. Über fünf Jahre gerechnet liegen beide Modelle in einer ähnlichen Größenordnung. Die Rechnung entscheidet die Frage trotzdem nicht, denn sie blendet den teuersten Posten aus: Was passiert, wenn Du kündigst und welche Risiken gehst Du dabei ein.

Bei vielen Mietmodellen bleibt die Website beim Anbieter. Inhalte, Layout, teilweise sogar die Domain. Wer nach vier Jahren wechseln will, fängt bei null an und zahlt die Erstellung ein zweites Mal. Genau hier kommt bei den meisten Unternehmern das böse Erwachen. Im schlimmsten Fall ist danach sogar noch der Domain-Name vergeben und mühevoll aufgebautes Vertrauen Deiner Besucher und Kunden muss neu erarbeitet werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Über fünf Jahre kostet ein Mietmodell rund 4.300 bis 12.240 Euro, ein gekauftes Web-Projekt inkl. Website Wartung liegt ungefähr in der selben Preisspanne.

  • Nicht der Monatspreis trägt die Entscheidung, sondern der Exit: Ohne vertraglich zugesicherte Nutzungsrechte verlierst Du bei der Kündigung Inhalte und Gestaltung.

  • Die Domain gehört Dir nur, wenn Du im Denic-Eintrag als Inhaber stehst. Das ist unabhängig davon, wer sie bezahlt.

  • Werbeversprechen wie „BFSG-konform inklusive“ verschieben keine Haftung. Nach außen haftet immer der Betreiber der Website und das ist die Person bzw. das Unternehmen das im Impressum steht, also Du.

  • Das stärkste Argument für die Miete ist die geringe Anfangsbelastung. Eine zinsfreie Ratenzahlung räumt diese Hürde aber aus und endet nach spätestens zwölf Monaten, statt unbefristet weiterzulaufen.

02Was „Website mieten“ konkret bedeutet

Hinter dem Begriff stecken zwei sehr verschiedene Angebote, die oft in einen Topf geworfen werden.

Der Baukasten mit Abo. Anbieter wie Strato oder Jimdo stellen ein System bereit, in dem Du Deine Homepage selbst bauen kannst. Strato bewirbt seinen Tarif "SmartWebsite Plus" aktuell mit 1 Euro pro Monat für zwölf Monate und danach 12 Euro pro Monat. Hier mietest Du Software und keine Dienstleistung. Der Aufwand liegt dafür komplett bei Dir.

Die Agenturmiete. Eine Agentur baut die Seite für Dich und stellt sie gegen eine Monatspauschale bereit, meist inklusive Hosting, Wartung, Updates und einem Kontingent für Änderungen oder SEO. Das ganze ist eine Art Website-Leasing ähnlich wie beim Auto-Leasing. Manche Anbieter nennen es auch einfach Website-Abo. Übliche Preise liegen laut Marktvergleichen bei 69 bis 199 Euro im Monat zuzüglich einer Einrichtungsgebühr von 149 bis 299 Euro (Stand: Marktvergleiche September 2026).

Der Unterschied ist erheblich. Beim Baukasten mietest Du ein Werkzeug und behältst Deine Inhalte. Bei der Agenturmiete mietest Du ein fertiges Produkt. Was davon Dir gehört, steht ausschließlich im Vertrag.

03Die Kostenrechnung über fünf Jahre

Fünf Jahre sind ein sinnvoller Horizont, weil eine Website etwa in diesem Rhythmus grundlegend überarbeitet wird.

Posten

Homepage mieten

Homepage kaufen

Einmalig zu Beginn

149 bis 299 €

3.000 bis 8.000 €

Monatlich

69 bis 199 €

20 bis 100 € (Hosting + Wartung, zzgl. Content-Erstellung, SEO, je nach Vereinbarung)

Summe nach 5 Jahren

4.300 bis 12.240 €

4.200 bis 14.000 €

Gerechnet wurde mit 60 Monaten Laufzeit, die einmaligen Kosten sind jeweils mit eingerechnet. Content-Erstellung und Suchmaschinenoptimierung fehlen auf beiden Seiten, weil sie auch in Mietpaketen selten enthalten sind. Die Preisspannen überlappen sich fast vollständig. Ob am Ende Miete oder Kauf günstiger ist, hängt allein von der Ausstattung ab. Zumindest, wenn sich der Mietpreis nicht plötzlich verändert oder der Anbieter sogar Insolvenz anmelden muss und die eigene Unternehmenswebsite dabei einfach verschwindet.

Kostenvergleich über fünf Jahre: Website Miete 4.300 bis 12.240 Euro, Website Kauf mit Wartung 4.200 bis 14.000 Euro

Bei uns liegt ein Projekt für einen kleineren Betrieb üblicherweise zwischen 3.000€ und 8.500€, eine vollständige Firmenwebsite mit Fototermin und mehreren Leistungsseiten darüber. Den genauen Betrag bekommst Du als Festpreis im Angebot, bevor irgendetwas startet.

Zwei Posten fehlen in dieser Tabelle bewusst, weil sie sich nicht pauschal beziffern lassen und trotzdem den Ausschlag geben:

Änderungen über das Kontingent hinaus. Mietverträge enthalten meist ein festes Volumen, etwa „bis zu zwei Stunden Anpassungen pro Monat“. Was darüber liegt, wird nach Stundensatz abgerechnet. Bei einem Betrieb, der z.B. saisonal seine Angebote wechselt, summiert sich das schnell. Übliche Stundensätze bei Freelancern und Agenturen liegen dabei meist im Bereich von 50 bis 200€ pro Stunde.

Der Neuaufbau nach der Kündigung. Wenn Du die Seite nicht mitnehmen darfst, zahlst Du die Erstellung ein zweites Mal. Bei einem Wechsel nach vier Jahren kippt die Rechnung damit vollständig. Solange die Website nicht über einen Hosting-Anbieter läuft, auf den Du den vollständigen Zugriff hast, trägst Du ebenfalls das Risiko, falls das Unternehmen verschwinden sollte, welches Dir Deine Website vermietet oder gar Insolvenz anmelden muss.

Wie sich Webdesign-Preise generell zusammensetzen und woran Du seriöse Angebote erkennst, haben wir in unserem Artikel Was kostet eine Website? aufgeschlüsselt.

04Wem gehört die Website am Ende?

Das ist der Punkt, an dem sich seriöse von unseriösen Mietmodellen trennen. In Vergleichsartikeln wird er fast immer übersprungen. Rechtlich geht es um Nutzungsrechte, nicht um Eigentum im landläufigen Sinn. Eine Website ist urheberrechtlich geschützt. Der Ersteller behält das Urheberrecht immer, er kann Dir aber Nutzungsrechte einräumen. Eine saubere Vereinbarung räumt dem Auftraggeber das ausschließliche und unbeschränkte Recht ein, die Website für eigene Zwecke zu nutzen, wirksam mit vollständiger Zahlung der Vergütung.

Bei reinen Mietmodellen fehlt diese Einräumung oft. Die Folge ist eindeutig: Nach der Kündigung besteht kein Anspruch auf Domain und Inhalte, man fängt wieder bei null an. Manche Anbieter räumen eine Kaufoption bei Kündigung ein, die Ablösesummen liegen dann aber hoch.

Die Domain ist ein Sonderfall, den Du unabhängig davon prüfen musst. Es zählt allein, wer bei der Denic als Domaininhaber eingetragen ist. Steht dort die Agentur, gehört die Domain der Agentur, auch wenn Du sie seit Jahren bezahlst. Das lässt sich in zwei Minuten prüfen und ist der wichtigste Einzelcheck in diesem ganzen Artikel.

Was die Denic ist: Die Denic verwaltet alle Domains mit der Endung .de. Dort ist hinterlegt, wem eine Domain gehört, unabhängig davon, wer sie bezahlt oder wer sie eingerichtet hat. Wer im Denic-Eintrag als Inhaber steht, entscheidet über die Adresse. Nachsehen kannst Du das kostenlos über die Domainabfrage auf denic.de.

05Sechs Fallen, die im Kleingedruckten stehen

Die meisten Mietverträge sind nicht unseriös. Teuer werden sie durch Klauseln, die beim Unterschreiben harmlos aussehen und erst beim Ausstieg wirken.

Die Kündigungsfrist frisst ein ganzes Jahr. Zwölf Monate Laufzeit, drei Monate Kündigungsfrist, automatische Verlängerung um weitere zwölf Monate. Wer den Termin verpasst, zahlt ein Jahr länger als geplant. Das ist die häufigste Falle überhaupt.

Die Domain läuft auf den Anbieter. Wer im Denic-Eintrag steht, entscheidet über die Adresse. Steht dort die Agentur, kann sie die Domain nach der Kündigung behalten. Deine Kunden landen dann im Nichts oder beim Nachfolger.

Deine eigenen Fotos gehören plötzlich nicht mehr Dir. Manche Verträge räumen dem Anbieter Rechte an allem ein, was auf der Seite liegt, auch an Bildern und Texten, die Du selbst geliefert hast. Beim Wechsel darfst Du Deine eigenen Betriebsfotos nicht mitnehmen.

Das Änderungskontingent ist enger, als es klingt. "Inklusive Anpassungen" heißt meist zwei Stunden im Monat, nicht übertragbar. Wer saisonal Angebote wechselt, zahlt den Rest nach Stundensatz. Der liegt oft über dem, was ein freier Dienstleister nimmt.

Die Kaufoption wird mit den Jahren teurer statt günstiger. Man erwartet, dass sich gezahlte Raten anrechnen lassen. Häufig ist das Gegenteil vereinbart: Die Ablösesumme orientiert sich am aktuellen Neuwert, nicht an den bereits gezahlten Summen.

Die Seite geht bei Kündigung sofort offline. Ohne vereinbarte Übergangsfrist ist Deine Website am Tag nach Vertragsende weg, samt Suchmaschinen-Rankings, die über Jahre gewachsen sind. Der Wiederaufbau kostet Monate.

Keine dieser Klauseln ist verboten. Versteckt steht auch keine davon im Vertrag. Sie stehen dort ganz offen und werden nur selten gelesen. Deshalb die folgende Liste.

06Sieben Punkte, die vor der Unterschrift geklärt sein müssen

Diese Liste funktioniert für jedes Website-Mietangebot. Wer eine der Fragen nicht schriftlich beantwortet bekommt, hat die Antwort damit schon bekommen.

  1. Domaininhaber. Steht Dein Unternehmen im Denic-Eintrag als Inhaber, nicht nur als administrativer Kontakt?

  2. Nutzungsrechte nach Vertragsende. Darfst Du Design, Struktur und Inhalte nach der Kündigung weiterverwenden? Schriftlich, nicht mündlich.

  3. Datenexport. Bekommst Du Deine Texte, Bilder und Kundendaten in einem gängigen Format heraus, ohne Zusatzkosten?

  4. Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist. 24 Monate mit drei Monaten Frist bedeutet, dass Du im ungünstigsten Fall 27 Monate gebunden bist.

  5. Änderungskontingent. Wie viele Stunden sind enthalten, was kostet die Stunde darüber, verfallen ungenutzte Stunden? Wie viele Stunden werden bereits allein durch die Wartung verbraucht?

  6. Preisanpassung. Darf der Anbieter den Monatspreis einseitig erhöhen? Mit welcher Ankündigungsfrist?

  7. Anbieterinsolvenz. Was passiert mit Deiner Seite, wenn der Anbieter aufgibt? Gibt es eine Hinterlegung der Zugangsdaten?

Punkt 2 und Punkt 7 sind die, bei denen es im Ernstfall wirklich weh tut. Sie stehen selten im Standardvertrag und müssen aktiv verhandelt werden.

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Wir bauen sie Dir komplett, mit Texten, Fotos und Technik aus einer Hand. Vom Foto-Tag bis zum Livegang in 2 bis 4 Wochen.
Unverbindlich. Festpreis schriftlich vor dem Start.

07Wie wir das handhaben

Weil es unfair wäre, diese Liste aufzustellen und die eigenen Antworten schuldig zu bleiben, hier unsere Antworten:

Wir vermieten keine Websites. Für kleine Budgets haben wir trotzdem eine Lösung, dazu später mehr. Nach vollständiger Zahlung gehören Dir die Website, alle Inhalte und alle Zugänge. Die Domain läuft auf Deinen Namen im Denic-Eintrag, auch wenn wir sie für Dich registrieren. Die Zugangsdaten zu Hosting, Redaktionssystem und Analytics bekommst Du beim Livegang ausgehändigt, nicht erst auf Nachfrage. Der Preis steht als Festpreis im Angebot, bevor wir anfangen. Und der Wartungsvertrag ist monatlich kündbar, ohne dass Deine Website dabei etwas verliert. Wenn Du also auf der Suche nach einer Webdesign Agentur bist, vereinbare gerne ein kostenloses Erstgespräch bei uns.

Nimm diese Antworten auch gern als Maßstab mit ins Gespräch mit anderen Anbietern. Wenn dort dieselben Punkte sauber beantwortet werden, hast Du ein gutes Angebot vor Dir.

Sieben Vertragspunkte beim Mieten einer Website: Domain-Inhaber, Nutzungsrechte, Datenexport, Laufzeit, Änderungskontingent, Preisanpassung und Anbieterinsolvenz

08Warum „Barrierefreiheit inklusive“ die BFSG-Haftung nicht verschiebt

Seit das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz greift, werben Mietanbieter gern mit garantierter BFSG-Konformität. Das klingt nach abgenommener Verantwortung und ist eine Fehldeutung der Rechtslage.

Nach außen haftet der Betreiber der Website als Anbieter der Dienstleistung, also Dein Unternehmen. Vertragliche Regelungen mit einer Agentur können die Verantwortung im Innenverhältnis verschieben, sie ändern aber nichts an der Pflicht gegenüber Nutzern und Behörden.

Praktisch heißt das zweierlei. Erstens nützt Dir ein Werbeversprechen nichts, wenn im Vertrag keine konkrete Leistungszusage steht. Es kommt darauf an, ob WCAG 2.1 AA oder BFSG-Konformität ausdrücklich als geschuldete Leistung vereinbart und bei der Abnahme dokumentiert wurde. Zweitens musst Du den Zustand selbst prüfen können, statt Dich auf eine Zusicherung zu verlassen.

Einen ersten Eindruck liefert unser Tool zum Testen der Website-Barrierefreiheit. Was das Gesetz für Betreiber konkret vorschreibt, steht in unserem Beitrag zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.

09Wann Mieten die richtige Wahl ist

Es kann Situationen geben, in denen ein Mietmodell Sinn macht:

Wenn Liquidität wichtiger ist als Gesamtkosten. Ein Gründungsvorhaben, das jeden Euro für Werkzeug oder Warenlager braucht, ist mit 99 Euro im Monat besser bedient als mit 5.000 Euro auf einen Schlag. Dass es über Jahre teurer wird, ist ein bewusst gekaufter Nachteil. Prüfe vorher trotzdem, ob eine Ratenzahlung beim Kauf infrage kommt. Die Monatsrate liegt dann höher als eine Miete, dafür ist sie nach der Laufzeit aber abbezahlt.

Wenn die Seite eine Visitenkarte bleiben soll. Fünf Unterseiten, Kontaktformular, Öffnungszeiten, zweimal im Jahr eine Änderung. Für dieses Profil ist ein Kaufprojekt überdimensioniert.

Wenn niemand im Betrieb Technik übernehmen will oder kann. Updates, Backups und Sicherheitslücken sind bei der Miete Sache des Anbieters. Das ist ein echter Wert, gerade in Betrieben ohne IT-Verantwortlichen.

Wenn das Geschäftsmodell noch wackelt. Solange unklar ist, ob es das Angebot in zwei Jahren noch gibt, ist eine kurze Bindung mehr wert.

10Wann Website kaufen die richtige Wahl ist

Wenn die Website Umsatz bringt statt nur zu repräsentieren. Sobald Anfragen, Buchungen oder Bestellungen über die Seite laufen, wird sie zum Betriebsmittel. Betriebsmittel mietet man nicht von jemandem, der sie jederzeit abschalten kann.

Wenn Du planst, sie weiterzuentwickeln. Eigene Funktionen, Schnittstellen zum Warenwirtschaftssystem, ein Buchungssystem: Das setzt Zugriff auf den Code voraus.

Wenn der Horizont über fünf Jahre hinausgeht. Ab etwa Jahr sechs kippt die Rechnung deutlich zugunsten des Kaufs, weil die laufenden Kosten dann nur noch Hosting und Wartung sind.

Wenn Unabhängigkeit einen Wert hat. Wer schon einmal in einer Preiserhöhung festsaß, weil der Wechsel den Neuaufbau bedeutet hätte, weiß, wie schlimm es sein kann, von einem Drittanbieter abhängig zu sein.

Wie ein Kaufprojekt praktisch abläuft, von der Konzeption bis zur Übergabe, beschreibt unser Leitfaden Website erstellen lassen. Für Betriebe im Handwerk lohnt zusätzlich der Blick auf die sieben Dinge, die eine Handwerker-Website können muss.

11Was eine Ratenzahlung an der Rechnung ändert

Wer seine Website finanzieren statt mieten möchte, hat bei uns eine dritte Option: Auf Anfrage teilen wir den Rechnungsbetrag auf bis zu zwölf Monatsraten auf, zinsfrei und ohne Gebühren. Es ist keine Bank beteiligt, also gibt es weder eine Bonitätsprüfung noch einen Kreditvertrag, sondern eine Vereinbarung direkt mit uns. Willst Du früher fertig sein, zahlst Du den Rest jederzeit ohne Nachteil. Die Website gehört nach vollständiger Bezahlung Dir.

Der Vergleich der letzten beiden Abschnitte hat eine stille Annahme: dass Kaufen bedeutet, den vollen Betrag auf einmal zu zahlen. Darauf stützt sich das beste Argument der Miete. Sobald der Kaufpreis in Raten zahlbar ist, fällt die Annahme aber weg und auch eine professionelle Website von einem erfahrenen Team wird auf einmal deutlich attraktiver und bezahlbarer.

Wir teilen den Rechnungsbetrag auf Wunsch auf bis zu zwölf Monatsraten auf, ohne Zinsen und ohne Gebühren. Der Preis bleibt derselbe, er verteilt sich nur. Wer früher fertig werden will, begleicht den Restbetrag jederzeit auf einen Schlag, ohne dass Nachteile entstehen. Es kann zudem eine flexible Anzahlung vereinbart werden.

Was das konkret bedeutet, zeigt der direkte Vergleich. Angesetzt sind ein Projekt für 3.500 Euro und ein Mietangebot für 149 Euro im Monat:

Miete (149 €/Monat)

Kauf in 12 Raten

Monat 1 bis 12

149 €

291,67 €

Ab Monat 13

149 €, unbefristet

0 €, zzgl. Wartung nur falls gebucht

Gezahlt nach 5 Jahren

9.139 € (inkl. 199 € Einrichtung)

3.500 € plus gebuchte Wartung

Eigentümer der Seite

der Anbieter

Du, nach vollständiger Bezahlung

Die Rate liegt in den ersten zwölf Monaten also deutlich über einem Mietpreis. Der Unterschied liegt danach: Ab Monat 13 zahlst Du für die Website selbst nichts mehr, während die Miete unbefristet weiterläuft.

Wann die Rechnung kippt

Ab wann sich der Kauf rein finanziell lohnt, hängt fast vollständig vom Mietpreis ab. Gerechnet gegen ein Projekt für 3.500 Euro mit einem Wartungsvertrag für 50 Euro im Monat, auf der Mietseite inklusive 199 Euro Einrichtung:

  • Bei einer Miete um 199 Euro liegt der Umschlagpunkt nach rund 22 Monaten.

  • Bei 149 Euro dauert es rund 33 Monate, also knapp drei Jahre.

  • Bei 99 Euro rechnet sich der Kauf erst nach rund 67 Monaten, also nach gut fünfeinhalb Jahren.

  • Ohne Wartungsvertrag, nur mit Hosting für etwa 15 Euro im Monat, verschiebt sich alles nach vorn: Gegen eine Miete für 99 Euro liegt der Umschlagpunkt dann bei rund 39 Monaten.

Wer also ein günstiges Mietangebot vor sich hat und die Seite ohnehin nur als Visitenkarte braucht, fährt damit über Jahre günstiger.

Aber Vorsicht: Aus über 6 Jahren Online Marketing Agentur Erfahrung haben wir eine wichtige Sache gelernt: Die Ergebnisse zählen! Es gibt leider viel zu viele schwarze Schafe, die allen das gleiche Website-Template für viel zu viel Geld verkaufen wollen. Vergiss daher niemals den wichtigsten Grundsatz: Du brauchst keine Website, um eine Website zu haben. Deine Website ist Dein wichtigster Mitarbeiter, um Kundenfragen zu beantworten, Neukunden zu akquirieren und Mitarbeiter zu finden. Also solltest Du Dir die Frage stellen: Kann ein Baukasten oder Template Dich, Dein Unternehmen und die Qualität Deiner Arbeit gut repräsentieren und entsprechende Ergebnisse liefern?

Was die Ratenzahlung ändert, ist deshalb nicht der Preis. Sie räumt die Kapitalhürde aus, die viele Betriebe überhaupt erst zur Miete treibt. Nur endet sie irgendwann. Damit bleiben für die Entscheidung genau die Punkte übrig, um die es in diesem Artikel geht: Nutzungsrechte, Domain und die Frage, was Du in der Hand hältst, wenn die Zusammenarbeit endet.

12Die dritte Option zwischen Miete und Kauf

Die Debatte wird meist als Entweder-oder geführt, obwohl die beste Lösung in der Mitte liegt: Die Website wird einmalig erstellt und geht mit vollen Nutzungsrechten an den Kunden. Für Hosting, Updates, Sicherheit und kleine Änderungen läuft ein monatlicher Wartungsvertrag. Die Zahlung des Preises wird monatlich über eine Laufzeit von 12 Monaten beglichen. Zinsfrei.

Damit bekommst Du die Betreuung eines Mietmodells und behältst trotzdem die Substanz. Der Unterschied ist, bei diesem Modell gehört Dir die Webseite nach vollständiger Bezahlung. Der Wartungsvertrag ist kündbar, ohne dass Deine Website daran hängt.

Genau so arbeiten wir bei Marketing Planet: einmalige Erstellung, optionale Wartung ab 50 Euro im Monat, auf Wunsch zahlbar in bis zu zwölf zinsfreien Raten mit flexibler Anzahlung.

13Häufige Fragen

Was kostet es, eine Website zu mieten?

Bei Agenturen liegen die Preise typischerweise bei 69 bis 199 Euro im Monat zuzüglich 149 bis 299 Euro Einrichtung. Baukasten-Abos wie Strato SmartWebsite Plus starten deutlich darunter, dort baust Du die Seite allerdings selbst.

Wem gehört eine gemietete Website?

In der Regel dem Anbieter, solange der Vertrag nichts anderes regelt. Es zählt, welche Nutzungsrechte Dir eingeräumt wurden. Ohne eine schriftliche Zusicherung, dass Du Design und Inhalte nach Vertragsende weiterverwenden darfst, verlierst Du beides bei der Kündigung.

Was passiert mit meiner Domain, wenn ich kündige?

Das hängt allein am Denic-Eintrag. Steht Dein Unternehmen dort als Inhaber, kannst Du die Domain zu jedem Anbieter umziehen. Steht die Agentur dort, gehört sie der Agentur. Prüfe das vor Vertragsabschluss und nicht erst bei der Kündigung.

Ist Mieten günstiger als Kaufen?

In den ersten drei bis vier Jahren meist ja, danach kehrt sich das Verhältnis um. Über fünf Jahre liegen beide Modelle in einer ähnlichen Größenordnung. Der Kostenvorteil der Miete verschwindet vollständig, sobald ein plötzlicher Anbieterwechsel einen Neuaufbau erfordert.

Kann ich eine gemietete Website später kaufen?

Manche Anbieter räumen eine Kaufoption ein, oft zu hohen Ablösesummen. Wenn Dir das wichtig ist, lass die Option samt Preisformel vor Vertragsschluss schriftlich festhalten. Nachträglich verhandelst Du meist aus einer deutlich schwächeren Position.

Kann ich eine Website in Raten zahlen statt sie zu mieten?

Ja. Wir teilen den Rechnungsbetrag auf Wunsch auf bis zu zwölf Monatsraten auf, ohne Zinsen und ohne Gebühren. Der Restbetrag lässt sich jederzeit vorzeitig begleichen. Die Rate liegt in dieser Zeit über einem typischen Mietpreis, dafür endet sie nach spätestens zwölf Monaten. Die Website gehört Dir nach vollständiger Bezahlung.

Übernimmt der Anbieter bei Miete die BFSG-Haftung?

Nein. Nach außen haftet der Betreiber der Website, also Dein Unternehmen. Ein Anbieter kann sich vertraglich zur Herstellung der Barrierefreiheit verpflichten und im Innenverhältnis haften, die Pflicht gegenüber Nutzern und Behörden bleibt aber bei Dir.

14Fazit

Die Frage „Website mieten oder kaufen“ wird fast immer als Kostenfrage gestellt und ist in Wahrheit eher eine Vertragsfrage. Über fünf Jahre nehmen sich beide Modelle preislich wenig. Was sie unterscheidet, ist, was Du am Ende wirklich in der Hand hältst.

Bevor Du Dich also fragst, ob Du lieber eine Website mieten statt kaufen solltest, prüfe zuerst die drei Punkte: Wer steht als Domaininhaber im Denic-Eintrag, welche Nutzungsrechte gelten nach Vertragsende, wie kommst Du an Deine Inhalte. Wenn diese drei Antworten stimmen, ist ein Mietmodell ein legitimes Werkzeug. Wenn nicht, ist der niedrige Monatspreis nur eine gestundete Rechnung, die nie aufhört. Und falls Dich am Kauf bislang vor allem der Betrag auf einen Schlag gestört hat: Den kannst Du bei uns auf bis zu zwölf zinsfreie Raten verteilen.

Leon Buchner
Über den Autor

Leon Buchner

💻 Full Stack Webentwickler. 📈 Online Marketing und Conversion Experte. 💙 Geschäftsführer von Marketing Planet.

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