Kurz gesagt:
Eine Website erstellen zu lassen dauert bei klarem Projekt zwei bis acht Wochen und kostet marktüblich zwischen 1.000 und 12.000 €, je nach Umfang.
Du lieferst Infos zu Deinen Leistungen und gibst frei, alles andere übernimmt der Dienstleister: Struktur, Texte, Fotos, Technik und Livegang.
Ob Du „Website“, „Webseite“, „Homepage“ oder „Internetseite erstellen lassen“ suchst, meinst Du dasselbe: einen professionellen Auftritt, der Anfragen bringt.
Die wichtigste Frage vor der Unterschrift: Gehören Website, Domain und Zugänge am Ende wirklich Dir?
01Website selbst bauen oder erstellen lassen?
Die Baukästen von Wix, Jimdo und IONOS werben damit, dass jeder in einer Stunde eine Website hat. Das stimmt sogar, nur eben nicht für die Website, die Du brauchst. Was in dieser einen Stunde entsteht, ist eine Standart-Vorlage mit Deinem Logo. Was fehlt, ist alles, was danach über Anfragen entscheidet.
Mach einmal die Rechnung auf, die viele vergessen. Ein ordentlicher Selbstbau kostet Dich realistisch mindestens 30 bis 60 Stunden: Struktur überlegen, Texte schreiben, Fotos machen, Technik verstehen, Impressum und Datenschutz klären, dann alles nochmal umbauen, weil es am Handy anders aussieht. Multipliziere diese Stunden mit dem, was Deine eigene Arbeitsstunde wert ist. Bei den meisten Betrieben liegt das Ergebnis deutlich über dem, was eine fertige Website gekostet hätte. Dazu fehlen diese Stunden im Tagesgeschäft und die Website-Umsetzung ist oftmals lückenhaft.
Dazu kommt der Teil, den man von außen nie sieht. Eine Website, die funktioniert, besteht nicht aus Design. Sie besteht aus einer Struktur, die Besucher zur Anfrage führt, aus Texten, die die Fragen Deiner Kunden beantworten, aus Ladezeiten unter zwei Sekunden, aus sauberer Technik für Google und aus rechtssicheren Pflichtseiten. Genau diese Arbeit ist der Grund, warum professionelles Webdesign mehr kostet als ein Baukasten-Abo. Sie ist unsichtbar und sie entscheidet, ob Du online Neukunden gewinnst oder nicht.
Aber ganz ehrlich: Für den Einstieg als Einzelkämpfer ohne Budget kann ein Baukasten der richtige erste Schritt sein. Sobald Dein Betrieb aber von der Website Anfragen erwartet, rechnet sich der Profi schneller, als die meisten denken.
02Wer kann Deine Website erstellen?
Der Baukasten mit Vorlage. Günstig im Monat, dafür machst Du die ganze Arbeit selbst. Die Website gehört Dir nur so lange, wie Du zahlst. Umziehen kannst Du sie in der Regel nicht.
Der Freelancer. Auf dem Papier günstiger und für einen einfachen One-Pager oft ausreichend. Der Preis erklärt sich allerdings meist dadurch, dass Teile fehlen: Fotos, Texte, Suchmaschinenoptimierung oder die Betreuung danach. Die kaufst Du dann einzeln dazu oder machst sie selbst. Dazu kommt das Ausfallrisiko, denn Krankheit, ein größerer Auftrag oder ein Jobwechsel legen Dein Projekt still. Nach dem Launch bist Du zudem bei jeder Änderung von einer einzigen Person abhängig.
Die Agentur. Mehrere Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, also Design, Technik, Texte und Fotos aus einer Hand. Der Preis liegt höher, dafür steckt mehr im Paket: Fototermin im Betrieb, geschriebene Texte, Technik und Rechtssicherheit, feste Ansprechpartner mit Vertretung, laufende Betreuung nach dem Livegang und Gewährleistung. Für Betriebe, deren Website Anfragen und Bewerbungen bringen soll, ist das in der Regel der Weg mit dem besseren Verhältnis von Aufwand und Ergebnis.
Der Bekannte, der sowas kann. Der häufigste und teuerste Weg. Er kostet zuerst nichts und später alles: Die Website ist irgendwann halb fertig, Änderungen dauern Wochen und niemand fühlt sich zuständig. Wenn Du diesen Weg gehst, dann mit denselben schriftlichen Absprachen wie bei jedem Dienstleister.
03Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?
Es gibt keinen Festpreis für alle, weil ein Betrieb mit drei Seiten etwas anderes braucht als einer mit Karrierebereich und Terminbuchung. Marktüblich sind diese Spannen:
Umfang | Marktübliche Spanne | Für wen |
|---|---|---|
One-Pager, eine Seite mit allen Infos | ca. 1.000 bis 3.500 € | Einzelkämpfer, kleine Betriebe |
Firmenwebsite mit mehreren Leistungsseiten | ca. 5.000 bis 12.000 € | KMU mit mehreren Angeboten |
Website mit Shop oder Buchungssystem | ab ca. 10.000 € | Handel, Gastronomie, Dienstleister mit Terminen |
Laufende Kosten: Hosting und Basis-Wartung | ca. 20 bis 150 € im Monat | alle |
Diese Werte sind Richtwerte aus dem Markt, keine Preisliste. Ob Agentur oder Freelancer, Region und Umfang bewegen die Spannen stark; ein Freelancer liegt oft darunter, eine Agentur mit Fototermin und Betreuung eher darüber. Und die monatlichen Kosten decken Hosting plus kleine Wartung ab. Wer laufend betreut wird, also mit regelmäßigen Inhalten und SEO, zahlt dafür entsprechend mehr. Woraus sich der Preis im Einzelnen zusammensetzt, welche versteckten Posten es gibt und woran Du ein faires Angebot erkennst, haben wir in einem eigenen Guide aufgeschlüsselt: Was kostet eine Website?
04Wie läuft ein Website-Projekt ab?
Schritt 1: Erstgespräch. Ihr klärt, was die Website leisten soll, wen sie erreichen muss und welche Inhalte es schon gibt. Danach bekommst Du ein Angebot. Bestehe darauf, dass es schriftlich ist und einen Festpreis nennt, sonst weißt Du am Ende nicht, was auf der Rechnung steht. Vorbereiten kannst Du dafür vier Dinge: Logo als Vektordatei, Zugänge zu Domain und Hosting, eine Liste Deiner wichtigsten Leistungen und die Info, wer bei Euch entscheidet. Mit diesen vier Punkten sparst Du im Projekt später ein bis zwei Wochen.
Schritt 2: Konzept und Struktur. Welche Seiten braucht es, was steht wo, wohin führt der Weg zur Anfrage. Dieser Schritt sieht unspektakulär aus und entscheidet mehr über Deine Anfragen als jede Farbwahl.
Schritt 3: Inhalte. Fototermin in Deinem Betrieb, Texte aus einem Gespräch über Deine Leistungen. Gute Dienstleister nehmen Dir diesen Teil ab, denn genau hier scheitern die meisten Projekte. Wer Dich mit einem leeren Textdokument allein lässt, verzögert das Projekt um Monate.
Schritt 4: Umsetzung und Abstimmung. Du siehst einen ersten Entwurf, gibst Rückmeldung, dann wird gebaut. Zwei Korrekturrunden sind üblich, halte Deine Rückmeldungen gesammelt statt tröpfchenweise. Was zum Umfang gehört, hältst Du am besten vorher schriftlich fest.
Ein Wort zu den Rückmeldungen: Bei Farben und Bildern entscheidet Dein Geschmack, bei Struktur und Textaufbau zählt Erfahrung. Wer täglich Websites baut, hat gesehen, welche Anordnung zu Anfragen führt und welche Besucher abspringen lässt. Wenn Dein Dienstleister Dir an einer Stelle widerspricht, frag deshalb zuerst nach dem Grund, bevor Du auf Deiner Variante bestehst. Trotzdem musst Du Dich mit Deiner Website identifizieren können, denn Du schickst jeden Kunden dorthin. Sag also, was Dich stört und warum, statt eine fertige Lösung vorzugeben. Dann findet Ihr gemeinsam eine, die zu Dir passt und trotzdem funktioniert.
Schritt 5: Livegang und danach. Technikcheck, Ladezeit, mobile Ansicht, Impressum und Datenschutz, dann geht die Seite online. Danach beginnt der Teil, den viele vergessen: Pflege, Updates, regelmäßige Inhalte und vorallem Tracking und Analyse.
Realistisch dauert das Ganze zwei bis acht Wochen. Der häufigste Bremsklotz bist übrigens Du selbst: fehlende Freigaben, fehlende Infos, fehlende Entscheidungen. Wer schnell antwortet, ist schnell online.

05Woran erkennst Du ein seriöses Website-Angebot?
Sechs Fragen, die jedes Angebot beantworten muss. Wenn eine davon ausweichend beantwortet wird, such weiter.
1. Gehören mir Website, Domain und Inhalte? Die wichtigste Frage überhaupt. Bei Miet- und Abomodellen lautet die Antwort oft nein. Dann verlierst Du bei einer Kündigung alles. Wir haben Betriebe übernommen, die jahrelang einen vierstelligen Betrag im Monat gezahlt haben und trotzdem nie Eigentümer ihrer eigenen Website waren.
2. Bekomme ich alle Zugangsdaten? Domain, Hosting, Redaktionssystem, Analytics. Ohne Zugänge bist Du abhängig. Ein Wechsel kann dann zur Geiselnahme werden.
3. Steht ein Festpreis schriftlich im Angebot? Stundenabrechnung ohne Deckel ist für Dich das größte Risiko, denn Du erfährst den Preis erst am Ende.
4. Was kostet es nach dem Website-Launch? Hosting, Updates, Backups, Support. Diese Posten gehören ins Angebot, nicht in die erste Rechnung nach dem Livegang.
5. Wer schreibt die Texte und macht die Fotos? Wenn beides bei Dir liegt, ist das Angebot in Wahrheit teurer, als es aussieht, denn dann kommt Deine eigene Arbeitszeit dazu.
6. Wird die Seite rechtlich sauber gebaut? Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Einwilligung und lokal eingebundene Schriften. Dynamisch von Google geladene Fonts gelten seit dem Urteil des LG München I von 2022 als Datenschutzrisiko und lösten eine Abmahnwelle aus.
Vergleiche nicht die Summen, sondern den Umfang. 3.400 € gegen 9.800 € sagt Dir gar nichts, solange Du nicht weißt, ob im teureren Angebot nur höhere Preise oder auch deutlich mehr Leistung drin steckt. Frag also nach, was jeweils zum Umfang gehört. Ein seriöser Anbieter erklärt Dir das gern, denn erst dadurch wird sein Preis nachvollziehbar.
06Welche Fehler kosten am meisten?
Die Website ist schön und langsam. Jede Sekunde Ladezeit kostet Besucher, gerade am Handy: Nach einer viel zitierten Google-Auswertung von 2017 steigt die Absprungwahrscheinlichkeit um 32 Prozent, wenn die Ladezeit von einer auf drei Sekunden wächst. Als messbaren Standard nennt Google einen Largest Contentful Paint unter 2,5 Sekunden (Core Web Vitals); als Faustregel für gute Bedienung peilst Du unter zwei Sekunden an. Wie Deine aktuelle Seite dasteht, siehst Du in einer halben Minute mit unserem kostenlosen Website Speed Test.
Es gibt keinen klaren Weg zur Anfrage. Telefonnummer versteckt, Formular mit zwölf Pflichtfeldern, kein sichtbarer Anruf-Button. Die beste Website bringt nichts, wenn der Besucher nicht weiß, was er tun soll.
Die Seite passt nicht zur Branche. Ein Handwerksbetrieb braucht andere Elemente als ein Restaurant. Beim einen entscheiden Referenzen mit Vorher-nachher und ein Karrierebereich, beim anderen Speisekarte, Öffnungszeiten und Reservierung. Deshalb bauen wir Websites für Handwerksbetriebe und für Restaurants mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Nach dem Launch passiert nichts mehr. Eine Website ist kein Möbelstück. Ohne neue Inhalte, Updates und Pflege verliert sie meist ab zwölf bis achtzehn Monaten spürbar an Sichtbarkeit.
Fehlendes Tracking. Wenn Deine Website ein ernzunehmender Kanal für Neukunden sein soll dann macht es durchaus Sinn das Benutzerverhalten Deiner Besucher auszuwerten und auf Grundlage der Analysen dann Änderungen an Deiner Website vorzunehmen.
07Häufige Fragen
Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?
Bei einem klar umrissenen Projekt zwei bis acht Wochen, vom Erstgespräch bis zum Livegang. Ein One-Pager geht schneller, eine Firmenwebsite mit Fototermin und mehreren Leistungsseiten dauert länger. Die Dauer hängt weniger am Dienstleister als an Deinen Freigaben und Zulieferungen.
Was muss ich selbst liefern?
Im Idealfall nur Wissen über Deinen Betrieb. Gute Anbieter machen Fotos vor Ort und schreiben die Texte aus einem Gespräch mit Dir. Was Du beisteuerst, sind Logo, Zugänge zu bestehenden Konten und die Entscheidung, welche Leistungen im Vordergrund stehen sollen.
Gehört mir die Website danach wirklich?
Bei einem Kaufmodell ja, inklusive Domain, Inhalten und Zugangsdaten. Bei Miet- und Abomodellen oft nicht. Lass Dir vor Vertragsschluss schriftlich geben, wem Website und Domain gehören und was bei einer Kündigung damit passiert.
Kann ich die Seite später selbst pflegen?
Ja, wenn sie mit einem Content-Management-System gebaut ist und Du eine kurze Einweisung bekommst. Texte ändern, Bilder tauschen und Neuigkeiten posten schaffen die meisten Betriebe selbst. Technische Updates, Backups und Sicherheit gehören dagegen in fremde Hände, sonst wird die Seite irgendwann zum Sicherheitsrisiko.
Was kostet eine Website mit Terminbuchung oder Shop?
Marktüblich beginnen solche Projekte bei etwa 5.000 €, weil zur Website eine Funktion kommt, die geplant, angebunden und getestet werden muss. Vor der Entscheidung lohnt die Frage, ob eine bestehende Lösung reicht, denn viele Buchungs- und Shopsysteme lassen sich bereits für wenig Geld einbinden.
Was passiert, wenn ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden bin?
Deshalb gehören Korrekturrunden ins Angebot. Üblich sind zwei Runden nach dem ersten Entwurf, in denen Du Änderungen benennst. Wichtig ist, dass Ihr vorher schriftlich festhaltet, was zum Umfang gehört, dann gibt es am Ende keine Diskussion über Mehrkosten.
Was passiert mit meiner alten Website?
Sie bleibt online, bis die neue fertig ist. Beim Umschalten werden alle alten Adressen per Weiterleitung auf die passenden neuen Seiten gelenkt, damit Google die vorhandenen Rankings überträgt. Deine Bilder, Texte und E-Mail-Adressen kannst Du übernehmen, die Domain bleibt dieselbe. Wichtig ist nur, dass jemand die Weiterleitungen sauber setzt, denn ohne sie verlierst Du Deine Positionen tatsächlich.
Womit wird meine Website gebaut und komme ich da wieder heraus?
Üblich sind Redaktionssysteme wie WordPress oder moderne, direkt programmierte Systeme. Entscheidend ist weniger die Technik als die Frage, ob Du Inhalte, Domain und Zugänge mitnehmen kannst. Bei einem Kaufmodell ist der Wechsel zu einem anderen Anbieter jederzeit möglich, bei Miet- und Baukastenlösungen meist nicht.
Muss meine Website barrierefrei sein?
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit Juni 2025 vor allem für Onlineshops und Buchungsstrecken. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz sind bei Dienstleistungen in der Regel ausgenommen. Ob Deine Seite die technischen Grundlagen erfüllt, prüfst Du mit unserem kostenlosen Test auf Barrierefreiheit.
Seine Website barrierefrei zu gestalten lohnt sich allerdings immer, da man so zusätzliche Kunden erreichen kann.
Woran erkenne ich, dass sich die Investition gelohnt hat?
An drei Zahlen, die Du vorher festlegst: Anfragen und Anrufe pro Monat, Ladezeit und Sichtbarkeit bei Google für Deine wichtigsten Suchbegriffe. Lass Dir die Ausgangswerte vor dem Relaunch geben und vergleiche nach drei und nach sechs Monaten. Ohne diese Zahlen bleibt jede Website ein Bauchgefühl mit Rechnung.
Website, Webseite, Homepage oder Internetseite: wo ist der Unterschied?
Im Alltag meinen alle vier dasselbe: Deinen Auftritt im Netz. Genau genommen ist die Homepage nur die Startseite, eine Webseite eine einzelne Unterseite und die Website das Gesamtpaket aus allen Seiten. Für die Beauftragung spielt das keine Rolle. Ob Du eine Website erstellen lassen, eine Homepage erstellen lassen oder eine Webseite erstellen lassen willst, ob als Handwerksbetrieb, Restaurant oder Praxis in Leipzig oder anderswo: Du willst dasselbe, nämlich einen professionellen Auftritt, der Anfragen bringt.
